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Laufende Projekte

IMAgINE - Inklusiver Mathematikunterricht - Noviz_innen und Expert_innen  IMAgINE

Professionalisierung von Lehrkräften für inklusiven Mathematikunterricht in der Sekundarstufe

 Das Projekt nimmt über einen interdisziplinären Zugriff über die Fachdidaktik und allgemeine Didaktik bzw. inklusive Didaktik die Expertisen und Kompetenzen für inklusiven Mathematikunterricht in den Blick:
– aus der Sicht erfahrener Lehrkräfte
– aus der Sicht von Masterstudierenden
Ziel ist genaueres Wissens darüber, wie die Qualifizierung von Lehrpersonen auf inklusiven Fachunterricht ausgerichtet werden kann und wie der Erwerb von professionellen Kompetenzen sowie von Wissen zum professionellen Umgang mit Diversität im Fachunterricht unterstützt werden kann. Beide Perspektiven fließen ein in Seminarmodule zu inklusiver Mathematikdidaktik in der Sekundarstufe.

Laufzeit: 2018-2021
Gefördert vom BMBF
Projektleitung: Simone Seitz & Uta Häsel-Weide

Lernumgebungen im inklusiven Mathematikunterricht (LUIS-M)

Ein mathematikdidaktisches Entwicklungs-Forschungsprojekt für die und mit der inklusive(n) Unterrichtspraxis  

Lehrkräfte stehen täglich vor der Herausforderung, trotz der notwendigen Individualisierung, das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler so zu gestalten, dass ein produktives Mehr an Ideen entsteht und die Vielfalt als Chance genutzt wird. Für ein gemeinsames Mathematiklernen werden „Lernumgebungen“ benötigt, die Kindern mit unterschiedlichen Kompetenzen und Entwicklungsständen eine Möglichkeit des gemeinsamen Lernens bieten. Sie müssen somit gleichzeitig differenzierend aber auch verbindend gestaltet sein.

Ziel des Projekts ist es, in einer Partnerschaft mit Lehrkräften aus der Region Lernumgebungen für den inklusiven Mathematikunterricht zu entwickeln, zu erproben und die Lernchancen der Kinder zu erforschen. Dabei wird bei der Entwicklung der Lernumgebungen ein Schwerpunkt auf das zweite Schuljahr gelegt. Erforscht werden soll, wie ein gemeinsames Mathematiklernen unter Berücksichtigung der notwendigen individuellen Förderung gestaltet werden kann und welche Lernprozesse der Kinder sich rekonstruieren lassen.  

Projektleitung: Uta Häsel-Weide
Projektbeteiligte: Albert-Schweizer-Schule, Grundschule Fellinghausen, Spanndauer Grundschule
Projektmitarbeit: Caroline Greta Kray 
Förderung über Mittel aus dem Hochschulpakt II im Rahmen der „regionalen Partnerschaften“ Universität SiegenProjektzeitraum: 2015-2016      

Peer Tutoring im inklusiven Mathematikunterricht – Arithmetische Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern festigen

Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge sollen über grundlegende mathematische Kompetenzen verfügen. Derartige Kompetenzen werden in der Literatur als Basiskompetenzen definiert und als Grundlage für den Aufbau weiterer mathematischer Kompetenzen beschrieben. Inklusiver Mathematikunterricht muss also Möglichkeiten finden, dass alle Kinder die Kompetenzen aufbauen und festigen können. Im Forschungsprojekt wird untersucht, wie „Peer Tutoring“ bei der Festigung der Kompetenzen eingesetzt werden kann und welche Lernprozesse dadurch initiiert werden können. Die Methode „Peer Tutoring“ ist durch eine strukturierte Vorgehensweise gekennzeichnet: Die Schülerinnen und Schüler nehmen in Dyaden spezifische Rollen (Tutor – Tutee) ein, wiederholen, vertiefen und überprüfen ihre Kenntnisse und geben sich gegenseitig unmittelbare Rückmeldungen.
Im Fokus des Projekts stehen Schülerinnen und Schüler mit und ohne Schwierigkeiten beim Mathematiklernen im inklusiven Unterricht der zweiten und dritten Klasse. Das Ziel ist zu erforschen, inwiefern diese Methode dazu beitragen kann, die arithmetischen Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Schwierigkeiten beim Mathematiklernen zu festigen. Darüber hinaus wird untersucht, auf welche Weise die spezifischen Rollen von den Schülerinnen und Schülern eingenommen werden und welche zusätzlichen Hilfen Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten beim Mathematiklernen benötigen, um von der Methode profitieren zu können.

Ansprechpartnerin: Vivian Vitt

KindeR - Kooperationsprozesse in natürlich differenzierten Lernumgebungen zur Raumvorstellung  

Um Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Leistungsständen, Fähigkeiten und Interessen gerecht zu werden und sie im Unterricht zu fördern, zu fordern und gemeinsam Mathematik lernen zu lassen, ist das Konzept der Natürlichen Differenzierung ein vielversprechendes. Bislang gibt es hierzu jedoch nur reflektierte Erfahrungsberichte und wenige empirische Arbeiten, deren Fokus oftmals auf dem individuellen Lernen liegt.

Inwieweit die Schülerinnen und Schüler innerhalb einer natürlich differenzierten Lernumgebung miteinander kooperieren und es tatsächlich zum gemeinsamen Lernen kommt, wird im Rahmen der an der Universität Siegen angebotenen MatheWerkstatt-Besuche und den dafür konzipierten Lernumgebungen zur Raumvorstellung („Würfelgebäude entdecken“ und „Dreiecke auf dem Geobrett“) untersucht. Ziel ist zu erforschen, inwiefern die Kooperation der Kinder mit heterogenen Kompetenzen fruchtbar verläuft und wie mathematisches Lernen im Rahmen natürlich differenzierter Lernumgebungen durch die Interaktion gestärkt wird.  

Ansprechpartnerin: Ninja Del Piero      

DeziMal – Dezimales Verständnis von Lernenden beim inklusiven Mathematiklernen in den Klassen 5 & 6  

Das Verständnis des dezimalen Stellenwertsystems stellt nicht nur eine fundamentale Idee dar, sondern ist auch als kritische Stelle im Lernprozess aller Schülerinnen und Schüler zu betrachten. Besonders für den inklusiven Mathematikunterricht stellt sich nun die Frage, wie angesichts der extremen Leistungsheterogenität ein zieldifferenter Unterricht umgesetzt werden kann, bei dem alle Lernenden ihr Verständnis des Dezimalsystems erweitern und vertiefen können. Der inklusive Mathematikunterricht erfolgt dabei in einem Spannungsfeld zwischen Individualisierung und gemeinsamen Lernen, sodass die Lernenden im Idealfall kooperativ, aber auf verschiedenen Stufen des Verständnisses an einem gemeinsamen Gegenstand lernen und arbeiten. Ziel des Promotionsprojekts ist es, aufbauend auf den Didaktiken des gemeinsamen Lernens, Aufgabenformate und Lernumgebungen für den inklusiven Mathematikunterricht zum Thema Dezimales Verständnis zu entwickeln und zu erforschen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Klassen 5 und 6 gelegt.  

Ansprechpartner: Christian Schöttler    

Tatsächlich Mathe - Fächerübergreifender Unterricht als Lernchance zur Umwelterschließung  

Mathematiklernen soll so gestaltet werden, dass die Bedeutung der Mathematik für den einzelnen Lernenden im Mittelpunkt des Lernprozesses steht. Es gilt den Lernenden durch geeignete Lernumgebungen die existierende Verbindung der Mathematik mit weiteren Sachverhalten zu verdeutlichen und die Notwendigkeit beider Fächer für ein umfassendes Verständnis der Situation aufzuzeigen. Dabei dürfen weder Mathematik noch die weiteren Sachverhalte als Mittel zum Zweck verwendet werden. Somit muss die Unterstützung des anderen Faches um Mathematik zu lernen, gleichwertig neben der Unterstützung der Mathematik stehen, um Inhalte eines anderen Faches zu begreifen. Das Aufzeigen solcher Verbindungen durch geeignete Lernumgebungen sowie die Konstruktion und Rekonstruktion solcher fachübergreifenden Lernvorgänge, stehen dabei im Mittelpunkt der Arbeit.  

Ansprechpartnerin: Rebecca Schneider

 

Abgeschlossene Projekte 

Mathematik inklusive

»Gemeinsames Lernen« im Mathematikunterricht steht im Spannungsfeld zwischen individueller Förderung jeden einzelnen Kindes auf seinem Niveau und dem Gemeinsamen Lernen in Austausch und Interaktion. Ziel des Projekts »Mathematik inklusive« ist es, inhaltlich mathematisches Lernen in der Gemeinschaft mit allen Kindern von Schulbeginn an so umsetzen, dass »Gemeinsames Lernen« nicht nur als Teilhabe, sondern auch inhaltliche Vielfalt an mathematischen Vorstellung, Ideen und Kompetenzen gelebt werden kann. Gemeinsame Startsituationen, gekoppelt mit Materialien für die individuelle Weiterarbeit, ermöglichen sowohl interaktives Lernen als auch vertiefte Förderung. Passend zu zentralen Inhalten des ersten Schuljahres werden Lernumgebungen entwickelt, die ergänzend oder ersetzend zum Schulbuch eingesetzt werden können z. B. zum Zerlegen, zur Zahlenreihe oder zur Addition. Die individuellen und gemeinsamen Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler werden durch Unterrichtsvideographien erhoben und untersucht.  

Projektleitung: Uta Häsel-Weide
Projektzeitraum:
2014-2015  

Sicher mit Zahlen - Eine Unterrichtsinitiative an Dortmunder Grundschulen

Ziel der Unterrichtsinitiative »Sicher mit Zahlen« ist der gezielte Aufbau grundlegender Zahl- und Operationsvorstellungen, um frühzeitig und präventiv einer Verfestigung zählenden Rechnens entgegen zu wirken. Das von der Dortmund Stiftung geförderte Projekt richtet sich an Dortmunder Schulen und begleitet diese bei der Implementierung von unterrichtsintegrierten Förderbausteinen. Diese sind so konzipiert, dass zählend rechnende Kinder grundlegende Einsichten gewinnen und für andere Kinder gleichzeitig ein vertieftes Lernen möglich ist. Die Förderung zielt einerseits auf Risikokinder, ermöglicht aber zugleich durch geeignete Differenzierungen einen kompetenzorientierten Mathematikunterricht für alle Kinder. Die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler werden durch fortlaufende Dokumentation und punktuelle Unterrichtsvideographien erhoben und untersucht.  

Projektleitung: Uta Häsel-Weide & Marcus Nührenbörger  

ZebrA: Zusammenhänge erkennen und besprechen – Rechnen ohne Abzählen

Zentrum des Projekts bildet eine Unterrichtsstudie zur Ablösung vom zählenden Rechnen im 2. Schuljahr der Grund- sowie 4. Schuljahr der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. 10 Unterrichtsbausteine zur Entwicklung struktur-fokussierender Deutungen sowie operativer Beziehungen werden entwickelt und erprobt. Mit Methoden der quantitativen Forschung werden Effekte zwischen Interventionsgruppen erhoben. Mit Hilfe qualitativer Methoden werden die prägenden epistemologischen und sozial-interaktiven Bedingungen der Entwicklung struktur-fokussierender Deutungenbeschrieben und analysiert.  

Projektmitarbeit: Uta Häsel-Weide  

ZebrA-Teilprojekt: Ablösung vom zählenden Rechnen

Wenn Kinder in die Schule kommen, lösen sie Additions- oder Subtraktionsaufgaben oft zählend. Dieser elementare Zugang zum Rechnen steht in einem Spannungsfeld zwischen der Fortsetzung und Ausdifferenzierung zählender Strategien und der Entwicklung abstrakter struktureller Einsichten in mathematische Beziehungen. Im Rahmen des ZebrA-Projekts wird eine qualitative Analyse der sozial-interaktiven und epistemologischen Bedingungen der Entwicklung struktur-fokussierender Deutungen bei Kindern mit verfestigten Zählstrategien in der Grund- und Förderschule vorgenommen. Dazu werden die Deutungen von fünf Kinderpaaren im Verlauf der Auseinandersetzung mit den Unterrichtsbausteinen beschrieben und analysiert. Besonderes Interesse liegt dabei auf der Frage, inwiefern Charakteristika des Ablöseprozesses im Zuge der Arbeit an kooperativ-strukturierten Lernumgebungen herausgestellt werden können.  

Sachaufgaben im Mathematikunterricht der Förderschule

Sachaufgaben gelten für Kinder mit Lernschwierigkeiten als besonders herausfordernd. Im Zentrum des Projekts steht deshalb die Frage, ob kontextfreie Aufgaben von Kindern mit Förderbedarf im Lernen besser gelöst werden als kontextgebundene Aufgabe gleichen arithmetischen Inhalts und welche Rolle unterschiedlichen Kontexten zukommt. Zudem werden überflüssige Informationen in Sachaufgaben von Kindern oft als zusätzliche Erschwernis im Hinblick auf eine korrekte Bearbeitung erlebt. In der alltagsnahen Kontextsituation Einkaufen wird untersucht, inwieweit sich die durch den Grad der Offenheit beeinflussten überflüssigen Informationen auf das Bearbeitungsverhalten der Kinder auswirken. Zur Untersuchung dieser Fragen wurden kontentvalide Tests und halbstandardisierte Interviews mit Kinder vierter Klassen der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen durchgeführt.  

The University for the Information Society